Einrichtung der Landeszahnärztekammer (LZK) Baden-Württemberg, Körperschaft des öffentlichen Rechts

Parodontitis rechtzeitig erkennen und behandeln

Parodontitis – Was ist das?

Die Parodontitis (im Volksmund auch Parodontose genannt) ist die Entzündung des Zahnbettes. Sie gehört neben der Karies zu den häufigsten oralen Erkrankungen. Symptome der meist schleichenden Entzündung sind Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Rückgang des Zahnfleischs, Zahnfleischtaschen, Rückgang des Kieferknochens und letztlich der Zahnverlust. Zu den auslösenden Faktoren gehören die genetische Veranlagung, systemische Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes), mangelnde Mundhygiene, Stress oder Hormonumstellung. Zudem kann eine ausgeprägte Parodontitis den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflussen. Weil eine Parodontitis zunächst kaum Schmerzen bereitet und von den Patienten lange ignoriert wird, breitet sie sich meist schleichend im Mund aus.

Die Parodontitis gilt als „hauptverdächtig“, wenn es auf Spurensuche nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht.
Die Entzündungsbakterien gelangen über den Blutkreislauf in den Organismus. Das Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiko ist erhöht. Außerdem ist belegt, dass Patienten mit chronischer Parodontitis ein erhöhtes Risiko für eine Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) haben. Zudem ist eine Verbindung zwischen chronischer Entzündung des Zahnhalteapparates zu Arteriosklerose, Gelenkerkrankungen, Diabetes oder Rheuma zu ziehen.

Die Parodontitis erkennen!

Erstes Warnzeichen ist häufiges Zahnfleischbluten, vielfach der Beginn einer Gingivitis – der Zahnfleischentzündung. Wird jetzt nicht rechtzeitig behandelt, können Zahnfleischtaschen entstehen, in denen sich Bakterien vermehren.

Weitere Symptome:

  • Dunkelrotes und/oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Schmerzempfindliche Zähne und Zahnfleischtaschen
  • Zahnfleischbluten
  • Mundgeruch
  • Lockere Zähne

Das Risiko einer Parodontitis senken!

Die Risiken einer Parodontitis können Patienten durch ihr Verhalten im Alltag senken. Der Verzicht auf Nikotin, eine zahngesunde Lebensweise und die regelmäßigen Kontrollen in der Zahnarztpraxis sind hier sicher die zentralen Elemente.

Da es sich bei der Parodontitis (nicht Parodontose) in vielen Fällen um einen längeren – unbemerkten – Prozess handelt, ist vor allem die risikoorientierte Prophylaxe zu empfehlen. Die Dentalhygienikerinnen in unserer Stuttgarter Zahnarztpraxis ermitteln nach medizinischen Standards das Parodontitis-Risiko – individuell für jeden Patienten!

Kontaktieren Sie und rechtzeitig! So können wir handeln, bevor die Bakterien erste Schäden anrichten!